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Die allgemeinen Daten über Bali lassen sich schnell zusammenfassen: Sie ist die westlichste der Kleinen Sunda-lnseln, liegt südlich des Äquators auf 115° östlicher Länge und 8° südlicher
Breite, ist 5 623 km²; groß, von rund 3,1 Mill. Menschen bewohnt und steht im Rang einer Provinz der Republik Indonesien mit der Hauptstadt Den Pasar. Die größte Ausdehnung von West
nach Ost beträgt 145 km, von Nord nach Süd 85 km. Eine Kette von teilweise noch aktiven Vulkanen durchzieht die Insel von Westen nach Osten mit dem 3 142m hohen heiligen Gunung Agung
als höchster Erhebung. Im Westen von Bali liegt, nur durch eine schmale Meeresenge begrenzt, die Insel Java, nördlich breitet sich die Java-See aus, südlich der Indische Ozean und im Osten,
durch einen Tiefseegraben getrennt, der gleichzeitig die imaginäre Wallace-Linie bildet, liegt die Insel Lombok.
Im wesentlichen wird Bali durch vier Landschaften geprägt: In der westlichen und nur spärlich besiedelten Region Jembrana breitet sich ein rund 70 000 ha großes Primärwaldgebiet aus, wo bis
1941 noch Tiger lebten. Im Norden, in der flächenmäßig größten Region Buleleng, verläuft ein schmaler, aber fruchtbarer Schwemmlandstreifen. Im Süden hingegen ist die aus
Korallenkalksteinen bestehende Halbinsel Bukit Badung trocken und unfruchtbar. Die sanft nach Süden abfallenden Hänge der Zentralen Bergkette bilden das landwirtschaftliche Kerngebiet
Balis. Vulkanisches Material und Sedimente der Flüsse machen die Böden hier äußerst fruchtbar, so daß hochwertiges Kulturland entstehen konnte, welches intensiv genutzt wird. Seit
vorgeschichtlicher Zeit werden hier Naßreiskulturen, sawah, angebaut. Das Wasser aus hochgelegenen Seen, Bergquellen, Flüssen und Bächen wird durch kunstvolle Bewässerungsanlagen
so nutzvoll verteilt, daß im Jahr bis zu drei Ernten möglich sind. Bali erscheint in diesem landschaftlichen Bereich wie ein einziger grüner und blühender Garten. Bali liegt im Monsungebiet und
weist deshalb eine Trocken- und eine Regenzeit auf. Die regenarme Zeit dauert von Mai bis September, wenn der Südostpassat weht und trockene Luft aus der Weite der australischen Wüste
mitbringt. Während einer Übergangsperiode, zumeist von Oktober bis November, flaut der Südostpassat ab, und durch aufsteigende Luftmassen kann es zu starken Niederschlägen und
Gewittern kommen. Von November bis März wirkt sich der Westmonsun aus; er ist gekennzeichnet durch frische Winde und reichlich Regen. Der Wind kann so heftig werden, daß sich selbst
Palmen biegen und der hohe Wellengang das Anlanden von Schiffen unmöglich macht. Es ist jedoch eine falsche Vorstellung, daß es in der Regenzeit ständig regnet und der Himmel trübe ist.
Nach zumeist heftigen Regenschauern ist der Himmel wieder blau und klar.

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