Die weite Sanur-Beach, mit ihrem schönen Blick auf den Vulkan Gunung Agung, steht der Kuta Beach in nichts nach. Hier wird dem verwöhnten Touristen alles an Komfort, an Bade-, Sport- und
Unterhaltungsmöglichkeiten geboten, was er nur wünscht. Da dem Strand ein Korallenriff vorgelagert ist, können alle Wassersportarten ausgeübt werden, insbesondere ist der Strand dadurch
für Kinder sehr geeignet. Kunstgalerien, Andenkengeschäfte und Restaurants laden auch hier zu einem abendlichen Bummel ein. Von Sanur lassen sich sehr schöne Bootsfahrten von knapp
einer Stunde zur nahe gelegenen Schildkröteninsel Serangan unternehmen, auf der zwei Tempel zu besichtigen sind, der Pura Sakenan und der Pura Susunan Wadon. Einmal im Jahr pilgern
zu diesen Tempeln Tausende von Einheimischen, um in farbenprächtigen Zeremonien den Göttern zu opfern. Auf der Insel werden Seeschildkröten gefangen, gemästet und dann geschlachtet,
um ihr Fleisch den Restaurants zu verkaufen. Jeder verantwortungsbewußte Reisende sollte sich fragen, ob er unbedingt ein Schildkrötenschnitzel oder eine Schildkrötensuppe essen muß.
Den Einheimischen ist noch nicht bewußt, welchen Schaden sie sich selbst zufügen. Von Sanur aus kann man auch mit dem Boot einen Ausflug zum südlich gelegenen Hafen Benoa
unternehmen, der zu Fuß von Den Pasar über einen Damm erreichbar ist (3km). Von Sanur oder Benoa aus kann man in mehrstündiger Fahrt mit dem Boot zur Insel Nusa Penida
(Banditeninsel) fahren, einem karstigen Eiland, auf das früher Kriminelle verbannt wurden. Diese kleine Insel unterscheidet sich wegen ihrer Trockenheit und ihrer Unfruchtbarkeit in Flora und
Fauna wesentlich von der Insel Bali. In der kleinen Ortschaft Sampalan gibt es einige Tempel und eine se- henswerte große Tropfsteinhöhle mit einem unterirdischen See, die Goa Karangsari.
Für diese Inseltour wird empfohlen, sich eines einheimischen Führers zu bedienen. Von der Nusa Penida kommen die bösen Geister, die Leyaks, sagen die Balinesen. Nach der Heimkehr hilft
dagegen nur eine Reinigungszeremonie.